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München und die Ashaninka
Ashaninka - die Hüter des Waldes
Mit dem Projekt “Land- und Ressourcensicherung für die Ashaninka-Indianer im peruanischen Regenwald" beschloss der Umweltschutzausschuss des Stadtrates, die Ashaninka in Peru zu unterstützen. Die Ashaninka sind das größte Volk des peruanischen Amazonasgebietes (ca. 60.000 Menschen). Der Name “Ashaninka" bedeutet: “Menschen, die zuhören/kommunizieren". Die Ashaninka praktizieren eine Lebensweise, der es zu verdanken ist, dass der Urwald schon viele Generationen und Jahrhunderte überlebt hat.
Erdölgesellschaften und Holzfirmen gefährden heute durch Raubbau dieses ökologische Gleichgewicht. Aber auch das politische Geschehen hinderte die friedliebenden Ashaninka, im Einklang mit ihrer Kultur und der Natur zu leben. Bis 1996 herrschte der politisch motivierte Terror des Leuchtende Pfads über ihr Gebiet. Innerhalb von etwa 10 Jahren starben mehrere tausend Ashaninka durch Waffengewalt, an Unterernährung und an Krankheiten in den Lagern
des Leuchtenden Pfads.
Mittlerweile kehren die Vertriebenen wieder in ihre teilweise zerstörten Siedlungen zurück und wollen ihre vormalige Hüterfunktion wieder aufnehmen. Das ist oft schwierig, weil die peruanische Regierung “Nutzungskonzessionen" für viele Ashaninkagebiete an Erdöl- und Holzfirmen ausgegeben hat. Neusiedler haben sich niedergelassen, die große Flächen des Regenwaldes abholzen, um den Boden extensiv bepflanzen zu können. Diese Monokulturen laugen den sehr empfindlichen Urwaldboden in kürzester Zeit aus, er wird unfruchtbar und es müssen wieder neue Gebiete gerodet werden - ein Teufelskreis.
München übernimmt Verantwortung
Durch die finanzielle Unterstützung der Stadt konnte gemeinsam mit dem Verein “Pro Regenwald e.V." und der Perugruppe München (Mitglied im Nord-Süd-Forum e.V.) eine Öffentlichkeitskampagne initiiert und Spenden von der Münchner Bevölkerung gesammelt werden.
Im September 1998 übergab Bürgermeister Hep Monatzeder die ersten 12.500,- DM aus München an Washington Olivar Diaz, den Vertreter von AIDESEP (eine interethnische Vereinigung zur Entwicklung des peruanischen Urwaldes, mit der die Ashaninka-Kommission zusammenarbeitet). Die Gelder werden unmittelbar für den Wiederaufbau des Ashaninkadorfes “Boca de Kiatari" und für Kampagnen zur Sicherung der Landtitel bei der Regierung verwendet.
Die Partnerschaft zwischen den Ashaninka und München geht weiter. Auch 1999 wurden erneut Mittel für eine weitere Öffentlichkeitskampagne zur Verfügung gestellt.
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produced by Janina und Sascha Bucher