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Ashaninka


Ashaninka bedeutet übersetzt "Menschen" und bezeichnet die 60.000 Ashaninka, die das größte indigene Volk in Peru bilden. Es lebt im Amazonasgebiet am Fuße der Anden. Der Wald ist ihre Lebensgrundlage. Die Frauen bewirtschaften Chacras (Gemüsegärten) zur Selbstversorgung. Seit der Eroberung Amerikas wurden die Ashaninka von ihrem Land vertrieben, bedroht und ermordet. Früher waren es Missionare und Kautschuksammler. Heute kommen Erdölfirmen, Holzfäller und Kleinbauern, die mit Hilfe der Regierung den Regenwald zerstören.

Mitte der 80er Jahre mussten viele Ashaninka fliehen. Der Leuchtende Pfad zwang die Ashaninka zu Schwerstarbeit und ermordete viele Tausend. Seit der Befriedung Mitte der 90er Jahre kehren die über 10.000 Flüchtlinge in ihre Heimat zurück.

Es ist sehr wichtig, schnell Felder anzulegen, um präsent zu sein. Denn den Ashaninka werden ihre Landrechte verwehrt. Statt dessen fördert die Regierung internationale Holzkonzerne und Ölfirmen. Diese erhalten Nutzungskonzessionen ohne eine Mitsprache der Bevölkerung. Die Folgeschäden für Urwald und Indígenas werden ignoriert.

CEA (Comisión de Emergencia Asháninka ) will zunächst die Versorgung mit Nahrungsmitteln verbessern. Besonders die Kinder der Ashaninka sind gezeichnet von den Jahren der Flucht. Die Menschen können sich nur schwer wieder ansiedeln. Teilweise ist ihr traditionelles Wissen über das Überleben im Urwald verloren gegangen. Und es braucht Zeit, bis die ersten Früchte auf den Feldern geerntet werden können.

Mit Hilfe von Wilmer und Haroldo werden neue Chacras angelegt. Sie demonstrieren, wie traditionelle und ökologische Anbaumethoden bessere Erträge bringen. Davon profitieren bisher die Dörfer Santa Fé, Río Blanco und Mencoriari mit über 1.200 Familien und knapp 4.000 Kindern.

Die ASW (Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.)will mit Ihrer Hilfe ein weiteres Jahr die Wiederansiedlung der Ashaninka unterstützen. Dafür benötigen wir 27.000 DM.



Doch trotzdem sitzt nach wie vor die Angst vor Gewalt noch tief in den Knochen der Ashaninka . Die staatliche Kolonisierungspolitik sowie die Aktivitäten von Ölkonzernen und Holzfirmen führen zur weiteren Zerstörung des Waldes und damit zur Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen.

Ohne Landtitel können die Ashaninka wenig gegen die anhaltende Zerstörung tun. Das Agrarministerium hat zwar eine Vereinbarung mit der Notstandskommission der Ashaninka, der CEA, unterzeichnet, die die Vergabe der Landtitel zusichert. Doch seitdem herrscht Stillstand. Die ASW will mit einem Protestbrief einen Versuch starten, die lahm gewordenen Mühlräder wieder in Bewegung zu setzen. Der Brief richtet sich an die für die Landtitelvergabe Verantwortlichen in den staatlichen Behörden.

Inormationen zu einem Projekt der Stadt München über die Ashaninkas

                        
Projekte der Expo über die Ashaninkas


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                                                                                produced by Janina und Sascha Bucher